Viel Lärm um Nichts
von William Shakespeare
Ein Krieg ist zu Ende. Siegreich und voller Lebensfreude kehren Prinz Pedro von Aragon und seine tapferen Kämpfer zu Besuch bei Leonato, dem Gouverneur von Messina, ein. Zwischen Maskenbällen, Tanzvergnügen und Hochzeitsvorbereitungen wird hingebungsvoll “Viel Lärm um Nichts“ betrieben, wird geklatscht und getratscht, gepetzt und belauscht, spioniert, denunziert, aber auch Liebesränke werden geschmiedet. Das führt zu einiger Verwirrung, die gar nicht so leicht zu lösen ist. Denn jedermanns Blick ist getrübt von Vorurteilen und Selbstbetrug. Dass man nur mit dem Herzen gut sieht, weiß am Anfang niemand. Da mögen sich zwei überzeugte Ehefeinde, Benedikt und Beatrice, die sich an sturer Verbocktheit und funkelndem Wortwitz in nichts nachstehen und in ironischem Wort-Scharmützeln beweisen, dass sie einander wahrhaft würdig sind.
Die zwei anderen Liebenden sind jünger, unerfahrener noch, Hero und Claudio. Ihr Hochzeitstermin ist schon festgelegt, als durch böse Intrigen Misstrauen zwischen sie gesät wird. Die allzu menschliche Entstehung von Missgunst und Neid in der Figur des Don Juan, des benachteiligten Halbbruders Don Pedros, spielt dabei eine große Rolle. Doch bevor das Ganze zu tragisch gerät, retten die wachsamen Amtmänner Holzapfel und Schlehwein, die mit Fremdwörtern auf kuriosestem Kriegsfuß stehen, die Situation ins Reich der Komödie. Oder ist der Ausflug in die Tragödie vielleicht nur ein böser Traum? Ein nervöser Albtraum vor dem Hochzeitstag?
In Shakespeares „Viel Lärm um Nichts“ geht es also auf verzwickte Art und Weise um Intrigen und Missverständnisse, um den Triumph der Wahrheit und der Liebe über Schein und Täuschung.
Es spielen:
Christine Döhl, Uschi Springer, Andrea Berst, Hubert Müller, Bernd Schindler, Horst Schmitz, Hans-Heinrich Mohn, Martin Pospiech, Stephan Kröger
Regie: Hans Dürr
Stückdauer: 1 Std.,45 Minuten. Plus 20 Minuten Pause